Um String Art zu erschaffen braucht man immer einen Untergrund. Es gibt grundsätzlich mehrere Möglichkeiten, welchen Untergrund man wählt. Die Techniken unterscheiden sich etwas voneinander. In diesem Beitrag beleuchten wir den Prozess des Schaffens mit Holz als Untergrund.

Um auf Holz – wir empfehlen Fichte – mit Fäden schöne Muster zaubern zu können, benötigt man Nägel, optimalerweise aus Stahl, die in der gewünschten geometrischen Form angebracht werden müssen. Man sieht also schon, dass das Ganze gar nicht so einfach ist. String Art ist eine spezielle Technik. Damit dabei auch Muster entstehen, muss man also bereits vorher wissen, wie die Technik anzuwenden ist. Angefangen hat es meistens damit, dass man sich von einem vorbereitetem Stück einfach inspirieren und leiten lässt. Dabei entsteht ein Feingefühl für die Anwendung der Kunst, die sehr meditativ und beruhigend wirken kann. Der erste Schritt ist also das Visualisieren und der zweite Schritt ist das Manifestieren.

Wir sind Freunde des reinen Handwerks und beleuchten jeden Schritt der nun nötig ist.

Zirkel, Geo-Dreieck, Lineal und Bleistift wird auf jeden Fall benötigt, um das geometrische Muster anzubringen und um die Nagelpunkte zu markieren. Die Nägel werden aber hier noch nicht brutal ins Holz geschlagen, sondern hier wird zuerst gebohrt, damit die Nägel später einfach anzubringen sind und somit auch nicht schief sind. Vor dem Bohren wird allerdings noch gekörnt, damit der Bohrer beim Ansetzen auf den Punkt auch tatsächlich genau da bohrt, wo er soll. Es ist also auch millimetergenau zu arbeiten, damit das spätere komplexe Werk auch tatsächlich hochwertig ist. Bevor an dieser Stelle die Nägel angebracht werden, muss man entscheiden, ob diese später auch lackiert werden sollen, oder eben nicht. Sobald die Nägel im Holz sind, kann lackiert werden. Man kann das Holz auch natürlich rein lassen, benötigt dafür jedoch Schablonen, um keine Bleistift Zeichnungen zu hinterlassen.

So weitläufig und filigran dieser Prozess auch ist, man kann nach 1000 Nägel noch immer nicht einfach beginnen, ein Muster zu zaubern. Man muss sich gedulden, die Arbeit ruhen lassen und warten, bis das Werkstück komplett getrocknet ist. Meistens muss man sogar ein zweites Mal lackieren, um ein hochwertiges Kunstwerk zu schaffen und dabei kann schon mal ein ganzer Tag vergehen. Aber genau das macht den Prozess auch wundervoll, denn er lehrt Genauigkeit, Ruhe und Disziplin.

Sobald das Werkstück also getrocknet ist, ist es bereit auch dich zu leiten und deine künstlerischen Visionen zu entfalten…